Abstellplatzverordnung – Behördenreferendum ergriffen

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NEIN zu gewerbefeindlichem Parkplatzabbau
Ustermer Wirtschaft und bürgerliche Parteien geeint gegen die neue Abstellplatzverordnung (APV)

 

Die am 21. Januar 2019 vom Gemeinderat Uster verabschiedete Abstellplatzverordnung (APV) schadet Wirtschaft und Gewerbe von Uster. Sie sorgt für massiv weniger Parkplätze, höhere Parkplatzpreise, mehr Suchverkehr und ist ein unkoordiniertes Bürokratiemonster. Ein überparteiliches Komitee bestehend aus dem Gewerbeverband Uster, dem Wirtschaftsforum Uster, dem Hauseigentümerverband Uster sowie den Parteien SVP, FDP, CVP und EDU wehrt sich gegen diese gewerbefeindliche Vorlage und unterstützt das von Mitgliedern des Gemeinderats dagegen eingereichte Referendum.

 

Das überparteiliche Komitee «NEIN zum gewerbefeindlichen Parkplatzabbau» will, dass es den Ustermer Unternehmen gut geht, denn dann schaffen sie Arbeitsplätze und Lehrstellen und tragen mit ihrer Wertschöpfung massgeblich zu einem prosperierenden Uster bei. Die APV erreicht jedoch das Gegenteil:

 

  • Ist schädlich für Wirtschaft und Gewerbe: Die Anzahl Parkplätze wird um bis zu 50 Prozent zulasten von Angestellten und somit der Gewerbetreibenden reduziert. Statt Betriebe mit vielen Arbeitsplätzen, werden solche mit grosser Fläche bei der Bemessung der Mitarbeiterparkplätze bevorzugt. Wir wollen in Uster Wertschöpfung, keine Lagerhallen.
  • Erhöht die Parkplatzpreise, auch für Mieter: Die maximal zulässige Anzahl Parkplätze bei Wohnliegenschaften wird auf dem gesamten Stadtgebiet um bis zu 50% reduziert. Ein solch knappes Angebot verteuert die Parkplätze zwangsläufig, sofern Mieter überhaupt noch einen Parkplatz erhalten. Wir wollen gewerbe- und mieterfreundliche Parkierungsmöglichkeiten, keine überhöhten Preise.
  • Ist unkoordiniert und zum falschen Zeitpunkt: Die APV greift der umfassenden Verkehrsplanung des Projekts «Stadtraum 2035» unnötigerweise vor. Die geltende Parkplatzverordnung hat sich bewährt; eine Überarbeitung ist nicht dringend und zum jetzigen Zeitpunkt völlig ineffizient. Wir wollen eine stimmige Planung, keine gesetzgeberischen Leerläufe.
  • Verursacht Suchverkehr: Uster hat bereits heute eine geringere Fahrzeugdichte als z.B. Volketswil, Dübendorf oder Wetzikon. Eine Reduktion der Parkplätze bei Privathaushalten und Geschäften verursacht störenden Suchverkehr im Zentrum und sorgt auf den Hauptachsen und vor den Barrieren für noch längere Wartezeiten. Wir wollen Verkehrsprobleme lösen, keine neuen schaffen.
  • Schränkt ein: Statt Anreize zur Förderung von Investitionen zu schaffen, werden Investoren in ihrer Freiheit massiv eingeschränkt und abgeschreckt. Kein Bauherr erstellt unnötig viele Parkplätze. Wir wollen mehr Selbstverantwortung und Vernunft beim Bauen, keine Regulierungsflut.

 

Aus genannten Gründen wehren wir uns mit einem Referendum gegen die Abstellplatzverordnung und damit verbunden gegen gewerbefeindlichen Parkplatzabbau.