Jetzt unterschreiben: Die kommunale Volksinitiative für eine Personalbremse für unsere Stadt Uster 

Die Verwaltung in der Stadt Uster wird immer grösser. Sie wird immer teurer, aber vor allem wächst sie schneller als die Bevölkerung. Mit der Personalbremse wollen wir das ändern: Die Verwaltung darf in Zukunft höchstens so stark wachsen wie die Bevölkerung. Ausnahmen sind zulässig, aber nur wenn sie durch den Stadtrat beschlossen und vom Gemeinderat genehmigt werden.

Die Verwaltung wächst ungebremst:

Seit 2019 ist die Bevölkerung in Uster um 5.6 % gewachsen. Die Zahl der städtischen Vollzeitstellen hingegen um satte 14.5 % – also mehr als 2.5 mal so viel.

Gleichzeitig sind die budgetierten Personalkosten im gleichen Zeitraum von knapp 93 Mio. auf 121.3 Mio. CHF oder um über 30% angestiegen. Auch inflationsbereinigt und unter Abzug der Integration der Zahnklinik und der Musikschule ein überproportionaler Anstieg.

Nun gilt es bis Ende Juli mindestens 600 Unterschriften zu sammeln. Wir danken dir für deine Unterstützung!

Bitte sende die (auch nur teilweise ausgefüllten) Unterschriftenbögen so rasch wie möglich, spätestens aber bis 24.07.2026 an:

  • Initiativ-Komitee „Personalbremse Uster“, c/o Marc Thalmann, Schwizerstr. 45, 8610 Uster.

Argumente für die Initiative:

Die Initiative verlangt keinen Personalstopp oder gar Abbau. Mit der Forderung, dass die städtische Verwaltung künftig nur noch so stark wachsen darf wie die Bevölkerung, wird ein moderates und verhältnismässiges Wachstum zugelassen.

Hätte diese Regel bereits zwischen 2019 und 2024 gegolten, wären in der Stadt rund 50 neue Stellen erspart geblieben. Das hätte Einsparungen von rund 5 Mio. CHF pro Jahr ermöglicht.

Die Initiative sieht vor, dass die Verwaltung auch stärker wachsen darf als die Bevölkerung, wenn das sachlich gerechtfertigt ist – etwa bei ausserordentlichen Entwicklungen oder befristeten Projekten. Solche Ausnahmen müssen vom Stadtrat begründet und vom Gemeinderat beschlossen werden. Wichtig: Sie sind zeitlich zu befristen.

Wie hoch das Stellenwachstum konkret sein soll, legt die Initiative noch nicht fest. Vielmehr muss der Stadtrat und Gemeinderat in Ausführungsbestimmungen zu regeln, wie das Verwaltungswachstum berechnet wird – inkl. Berücksichtigung von ausgelagerten oder wegfallenden Aufgaben und zur Verhinderung von Umgehungsmöglichkeiten.

Die Stadt Dübendorf ist strukturell vergleichbar mit der Stadt Uster. Beide Städte gehören zur Agglomeration Zürich, beide haben über 30'000 Einwohner, beide sind in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen (Dübendorf zuletzt stärker als Uster). Dübendorf kommt mit einer wesentlich kostengünstigeren Verwaltung aus als Uster.

Hier die Personalkosten für 2024: Dübendorf zahlt 2'309 Franken pro Einwohner für die Löhne der Verwaltung, Uster 3'139 Franken pro Einwohner. Der Uster-Zuschlag beträgt +35%.

Auch Dübendorf hat seine Verwaltung ausgebaut. Sie ist aber weiterhin deutlich schlanker als die Verwaltung von Uster. Es ist nicht bekannt, dass in Dübendorf die öffentlichen Dienste ungenügend wären.

Unser Stadtratskandidat Richard Sägesser hat zu diesem Thema einen Meinungsbeitrag verfasst. Jetzt lesen

Mit einer Leistungsmotion zur Eindämmung des Personalaufwands versuchte die FDP/Die Mitte-Fraktion gemeinsam mit der SVP und einzelnen Vertretern der GLP und der BPU den Stadtrat zu beauftragen, eine Vorlage zur Beschränkung des Personalwachstums auszuarbeiten. Statt sich um eine griffige Lösung zu bemühen, legte der Stadtrat dem Parlament lediglich den Vorschlag vor, in den Jahresrechnungen künftig die Kennzahl des Personalaufwandes pro Einwohner auszuweisen: Eine Lesehilfe, aber sicher kein Steuerungsinstrument. Aus unserer Sicht völlig ungenügend, aber - da die Vertreter der GLP ihren eigenen Vorstoss nicht unterstützten - für die Mehrheit im Parlament ausreichend. Die Leistungsmotion wurde mit 18:17 Stimmen knapp abgelehnt.

Hast du Fragen? Wir sind gerne für dich da.

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