Die Kritik an den geplanten Eingriffen in die Mobilität bleibt bestehen. Uster ist als Wohn- und Wirtschaftsstandort auf leistungsfähige Verkehrsverbindungen angewiesen. Die Umsetzung des Richtplans darf deshalb nicht zu Lasten der Erreichbarkeit von Wohnquartieren, Arbeitsplätzen und Gewerbestandorten gehen. Eine faire Mobilitätspolitik berücksichtigt die Bedürfnisse aller Verkehrsteilnehmenden und vermeidet einseitige Benachteiligungen einzelner Verkehrsformen.
Das Nein-Komitee erwartet, dass aus den Richtplanzielen keine unnötigen Vorschriften und Auflagen für Bauherren, Grundeigentümer und Investoren entstehen. Gerade bei Themen wie preisgünstigem Wohnen ist Verhältnismässigkeit gefragt. Mehr Wohnraum entsteht durch Investitionen und attraktive Rahmenbedingungen und nicht durch zusätzliche Regulierungen, Quoten und Bürokratie.
Der hohe Detaillierungsgrad des Richtplans war einer der zentralen Kritikpunkte im Abstimmungskampf. Viele Stimmbürgerinnen und Stimmbürger befürchteten, dass immer neue Zielsetzungen, Vorgaben und Einzelmassnahmen die Entwicklung unserer Stadt komplizierter und teurer machen. Der Stadtrat ist nun gefordert, bei der Umsetzung Augenmass walten zu lassen und sich auf die wesentlichen raumplanerischen Aufgaben zu konzentrieren. Strategische Planung ist wichtig, ideologisch motivierte politische Detailsteuerung hingegen nicht.
Das Nein-Komitee wird die Umsetzung des Richtplans kritisch begleiten. Die Bevölkerung erwartet eine Entwicklung Usters, die pragmatisch, wirtschaftlich tragbar und verhältnismässig erfolgt. Entscheidend wird sein, ob die Umsetzung die Attraktivität Usters als Wohn-, Arbeits- und Wirtschaftsstandort stärkt oder zu mehr Bürokratie, höheren Kosten und unnötigen Einschränkungen führt.
Für das Komitee:
- FDP Uster: Jürg Krauer, krauer@gmx.ch, 079 709 43 74
- SVP Uster: Benjamin Streit, benjamin.streit@gmx.ch, 079 475 89 50
- BPU: Paul Stopper, paul@stopper.ch, 076 330 92 91
- EDU: Silvio Foiera-Jenzer, sil@nightworx.ch, 076 390 39 06