Migrantenkinder bleiben häufiger sitzen.

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Sabine Balmer

Ein Artikel in der Sonntagszeitung zeigte Überraschendes.

46 Prozent der Migratenkinder legen nach der Sekundarstufe ein Zwischenjahr ein, brechen die Lehre ab oder wiederholen ein Jahr, während es bei den Schweizer Jugendlichen “nur” 31% sind. Erstaunlicherweise sind es auch vermehrt Kinder von gut ausgebildeten Zuwanderern , die deutlich mehr Mühe mit dem Übertritt in die Sekundarstufe II (Lehre, Fachmittelschule oder Mittelschule) haben.

 

Offensichtlich zu wenig Wissen über das Bildungssystem

Dies liegt nicht immer an den Kompetenzen der Kinder, sondern immer häufiger an den ehrgeizigen Vorstellungen von Eltern vor allem aus Deutschland, Frankreich, Österreich und Portugal. Oft kennen diese das schweizerische  Bildungssystem zu wenig und unterschätzen den Wert der Berufslehre. Wenn die Noten nicht für einen Übertritt an eine Mittelschule genügen, wird häufig der Weg über ein Zwischenjahr gewählt, in der Hoffnung,  dass es dann mit dem Gymnasium oder der Informatiklehre doch noch klappt.

 

Mein Ansatz für Uster

Das würde ich für Uster gerne ändern, – es braucht eine bessere Information zu unserem starken dualen Bildungssystem mit den vielseitigen Möglichkeiten, insbesondere für Eltern aus dem Ausland. Unser Bildungssystem ist komplex und kann nicht 1:1 mit dem der Nachbarländer verglichen werden.

Das Wichtigste, das wir unseren Kindern in der Schulzeit mitgeben können, ist die Freude am Lernen. Jugendliche, die das Gymnasium nicht schaffen oder eine Lehre wegen Überforderung abbrechen müssen, verlieren die Lernfreude  häufig. Ein solider Sekundarschulabschluss mit einer für das Kind passenden Anschlusslösung hingegen gibt Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen.

Für eine starke Sekundarstufe: Sabine Balmer