Bericht aus der Gemeinderatssitzung vom 13. November 2017: Geschenke an die Angestellten der Stadt Uster

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Heute zählen wir 34 von 36 Gemeinderäte und es stehen fünf Geschäfte auf dem Programm. Die Zuschauerränge sind schon fast ungewöhnlich gut gefüllt – ob da vor allem viele Mitarbeitende der Stadt Uster gekommen sind, welche auf mehr Ferien und Zuschüsse an das ÖV-Abo hoffen?

BONUSPASS ZVV FÜR DIE MITARBEITENDE DER STADT USTER

Der Stadtrat möchte einen jährlichen Kreditrahmen von maximal CHF 400’000 beim Gemeinderat bewilligen lassen. So sollen die Mitarbeitenden der Stadt Uster neu ein subventioniertes ZVV-Jahresabo für den ganzen Kanton Zürich erhalten, unabhängig von ihrem Wohnort. Der Stadtrat erklärt auch, dass dies helfen soll, das Energielabel Gold wieder zu erlangen. Diese Begründung ist nicht sonderlich tiefgehend formuliert. «Der ökologische Nutzen dieses Bonuspasses muss sehr stark angezweifelt werden», sagt Jürg Krauer, «denn, es ist kaum anzunehmen, dass jemand nur wegen diesem Bonuspass vom eigenen Auto auf den ÖV umsteigt.

Vielmehr bedeutet der Bonuspass wohl eine indirekte Lohnerhöhung für die heutigen ÖV-Pendler und gleichzeitig eine Benachteiligung der ortsansässigen Verwaltungsangestellten, die für ihren Arbeitsweg davon kaum profitieren können. Und so bleibt die Befürchtung, dass mit dem Bonuspass vor allem der Freizeitverkehr der Stadtangestellten finanziert wird.

Das kann nicht im Sinn unserer Steuerzahler sein. Auch wenn die Kosten bei wenigen Nutzern tief bleiben würden, im Jahr 1 nach der grossen Leistungsüberprüfung geht die Weisung 108 in die komplett falsche Richtung!» Wir bezweifeln zudem, dass ein solches Zückerchen zu einer nachhaltigen Steigerung der Attraktivität des Arbeitgebers führt. Die SVP spüren Weihnachten kommen, anders können wir uns nicht erklären, wieso sie dieser Weisung zustimmen. Sogar die Grünliberalen stellen sich gegen den Antrag. Der Rat stimmt dem Antrag mit 25:7 zu.

ERHÖHUNG AUF 5 WOCHEN FERIEN FÜR DIE STADTANGESTELLTEN

Ein weiteres «Zückerli» für die Angestellten der Stadt Uster. Auch hier soll auf Kosten der Steuerzahler die Attraktivität des Arbeitgebers erhöht werden. Auch wenn es in der heutigen Zeit durchaus «modern» ist, dass die Arbeitnehmenden fünf Wochen Ferien haben, so finden wir es schade, dass dies nur auf Buckel des Arbeitgebers erfolgen soll, und nicht z.B. durch eine geringe Erhöhung der Jahresarbeitszeit kompensiert wird.

Innerhalb der Fraktion wurde diese Massnahme auch kontrovers diskutiert, zumal der wiederkehrende Betrag CHF 100’000 vor allem die Primarschule betrifft. Die Mehrheit der Fraktion stimmt diesem Antrag zu. Der Rat folgt dieser Meinung mit 32:1

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