Definitive Einführung der Leistungsgruppe spur+

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Antrag 92/2017 der SSU betr. Definitive Einführung der Leistungsgruppe spur+ ab dem Schuljahr 2017/2018

Sehr geehrter Herr Präsident

Geschätzte Ratsmitglieder

Spur+ überzeugt auch unsere Fraktion. Wenn mit niederschwelligen Massnahmen grössere und kostspieligere sonderpädagogische Massnahmen verhindert werden können, dann ist das in unser aller Interesse: Für den Schüler oder die Schülerin, für die Familie und vor allem für die Stadtkasse. Und dass das Umfeld der betroffenen Kinder und Jugendlichen auch in die Verantwortung gezogen wird, ist ganz in unserem Sinn und sicher richtig.

Das Angebot darf aber in unseren Augen nicht vorschnell in Anspruch genommen werden. Ein solches Timeout – also Aufschub in problembeladenen Situationen – ist ja für alle Beteiligten und Betroffenen, also gerade auch für Lehrerinnen und Lehrer ganz willkommen. Wir verlangen daher, dass dieses Angebot von der SSU wie auch von der PSU mit Augenmass genutzt wird und dass die Zuweisungen mit der nötigen Sorgfalt und Objektivität erfolgen.

Auch wollen wir nicht, dass das Angebot ausgebaut wird, weil das wohl unweigerlich zu einer entsprechenden Erhöhung der Nachfrage führen würde.

Unter diesen Prämissen stimmt die FDP-Fraktion dem Antrag zu.

Unter dem Strich sollten mit der Schaffung von spur+ weniger Kosten für sonderpädagogische Massnahmen resultieren und nicht mehr. Wir würden uns freuen, wenn sich ein solcher Effekt in Zahlen bemerkbar machen würde, insbesondere bei der PSU.

Wir werden diese Entwicklung und spur+ mit Interesse weiterverfolgen.

 

Für die FDP-Fraktion: R. Sägesser/22.5.2017